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Goldrahmen mit Ölbild von Alphonse Rodin - Pastellmalerei

Dr. Andreas Royé
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Goldrahmen mit Ölbild, ländliches Motiv, Alphonse Rodin (1874–1944) von 1922 (kursiv geschriebene Textbereiche beinhalten KI Recherche)
Der opulente, vergoldete Stuckrahmen (ein sogenannter Florentiner Rahmen oder Salonrahmen mit Eckkartuschen) zeigt, dass dieses Bild für den bürgerlichen Kunstmarkt dieser Zeit geschaffen wurde.
Es handelt sich um den belgischen Maler Alphonse Rodin.
  • Wer     war Alphonse Rodin? Er war ein belgischer Landschafts- und     Porträtmaler, der Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20.     Jahrhunderts aktiv war.
  • Der     Stil des Bildes: Das Gemälde zeigt genau den für ihn typischen belgischen     Luminismus und Post-Impressionismus. Die Behandlung des Himmels in     hellen Blau- und Türkistönen, das flirrende Licht in den herbstlichen     Baumkronen und der dicke, strukturierte Farbauftrag (Impasto) im     Vordergrund sind absolut charakteristisch für sein Schaffen in den     1920er-Jahren.
  • Die     Signatur: Seine Signatur besteht typischerweise aus dem Kürzel „Alp.     Rodin“ oder „A. Rodin“. Da er die Farbe extrem dick aufgetragen     hat, sind die feinen Linien des „d“ und „i“ im feuchten Zustand mit dem     Pinselstiel oder einem harten Borstenpinsel eher in die Farbe „geritzt“     oder hineingedrückt worden, wodurch das „d“ wie ein „h“ wirkt.
Warum der Name oft übersehen wird
Wegen des weltberühmten französischen Bildhauers Auguste Rodin wird der belgische Maler Alphonse Rodin in vielen allgemeinen Registern sträflich übersehen oder falsch zugeordnet. Er war jedoch ein hervorragender Chronist der flämischen und belgischen Kulturlandschaft. Die Komposition mit den charakteristischen Heuschobern und den windgebeugten Bäumen vor einer flämischen Kate (Bauernhaus) ist eine klassische Arbeit aus seiner besten Phase nach dem Ersten Weltkrieg.
Das Ölbild weist im oberen Drittel eine ca. 3cm lange schnittartige Beschädigung der Leinwand auf. Die Rissränder sind leicht nach hinten eingezogen. An dem Goldrahmen ist in einer Ecke das Stuckprofil abgebrochen. Die Eckverbindungen sind stabil. Das Ölbild muss in der Vergangenheit bei einer Raumrenovierung nicht geschützt worden zu sein. Es liegen mehrere weiße Farbspritzer auf dem Bild vor.
Nachdem das Bild aus dem Rahmen gelöst wurde, erfolgte zunächst die Säuberung der Bildoberfläche. Zunächst wird vorsichtig im Randbereich die Verträglichkeit der Lösungsmittel geprüft. Nachdem dies ausgeschlossen werden konnte, wird das Bild vorsichtig von Schmutz und leicht vergilbter Firnis befreit.
Im Rissbereich wird nach einer leichten rückseitigen Anfeuchtung eine Kompression des Leinengewebes für mehrere Stunden durchgeführt. Die Einziehung des Gewebes im Rissbereich kann beseitigt werden. Anschließend wird ein Leinenstück rückseitig angebracht und ebenfalls bis zur Austrocknung des Klebers unter leichten Druck gesetzt. Vom durchgehenden Riss ist jetzt auf der Bildseite nur noch ein Craquelé sichtbar.
Nach mechanischer Abtragung der weißen Wandfarbe vom Bild - mit Skalpell und Lupenbrille - kann ein neuer Firnis die Restauration abschließen.
Die schadhaften Stellen an der Stuckarbeit des vergoldeten Florentiner Rahmens werden zunächst mit einem verdünnten PVAc-Kleber bestrichen, um weitere Abplatzungen zu vermeiden. Die defekte Stelle am Stuck wird dann mit Keramiplast, einer lufttrocknenden Modelliermasse, wieder aufgebaut. Nach der Trocknung mit eingefärbtem, verdünntem Kleber versiegelt und schließlich mit verschiedenen Abstufungen von Cremegold (Wachsbasis) dem übrigen Rahmen angepasst.
letzte Aktualisierung: 09.08.2026
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