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Ölbild von Léon Lebrun, Porte du Havre, 1977 - Pastellmalerei

Dr. Andreas Royé
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Ölbild von Léon Lebrun, Porte du Havre, 1977 in Anlehnung an ein Motiv von Claude Monet (Kursiv geschriebener Text beinhalten KI Recherchen)
Das neue Gemälde zeigt eine beeindruckende Hafenszene mit Großseglern, die dem Post-Impressionismus oder späten maritimen Realismus zuzuordnen ist. Unten rechts ist es mit „Lebrun Leon 77“ signiert. [1]
 
Dieses Gemälde von Léon Lebrun ist keine Eigenkomposition, sondern eine offizielle, vom Künstler so benannte Hommage oder Kopie nach einem berühmten Werk des Meisters Claude Monet. [1]
 
     
  • Das Original: Claude Monet malte das Werk „Le Bassin du Commerce, Le      Havre“ im Januar 1874. Es entstand kurz vor der ersten      geschichtsträchtigen Ausstellung der Impressionisten und befindet sich      heute in der ständigen Sammlung des Museums La      Boverie in Lüttich (Liège), Belgien. [1, 2, 3, 4]
  •  
  • Die      Datierung „77“: Die Signatur auf der Vorderseite (Lebrun Leon      77) deutet nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf das      Jahr 1977 hin. Im 20. Jahrhundert war es für akademisch      ausgebildete Maler absolut üblich, Meisterwerke in Museen zu studieren und      als „D'après...“ (Nach...) zu kopieren. Lebrun hat Monets berühmtes Spiel      mit dem Licht und den Masten der Dreimaster hier detailgetreu und mit      großem Respekt vor dem Original auf die Leinwand übertragen. [2, 5]
Original von Claude Monet
Die Restauration des Bildes war erforderlich, da der Vorbesitzer ein starker Raucher war. Durch eine auffallende Vergilbung war die ursprüngliche Farbgebung nur zu ahnen. Der Rahmen, aus zwei Komponenten bestehend, wies nur kleinere Schäden auf. Er war trotz reiner Vernagelung noch recht stabil und die Gehrungsschnitte klafften nur in geringem Maße.
Es handelt sich um ein Paradebeispiel für einen klassischen Studiorahmen der Nachkriegsmoderne (ca. 1960er bis 1970er Jahre), der speziell für impressionistische und post-impressionistische Gemälde entwickelt wurde.
Der Spannrahmen der Leinwand war mit vier gewinkelten Metallklammern an der inneren Komponente befestigt. Außer der extremen Vergilbung lagen keine Leinwandschäden vor. Nachdem das Bild durch Entfernen der Metallklammern aus dem Rahmen entfernt wurde, zeigten sich am Randbereich, durch die Falz geschützt, die ursprünglichen Farben.
Vorsichtig wurde in einem Randbereich die Kombination von Testbenzin und Alkohol eingesetzt. Der Firnis war sehr dick aufgetragen, so dass mehrere Arbeitsschritte erforderlich wurden, die stark vergilbte Schicht abzutragen. Ein aufwendiger und vorsichtig durchzuführender Arbeitsschritt, der aber durch das positive Ergebnis belohnt wurde.
  • Die     Mischung aus Isopropylalkohol (polares Lösemittel) und Testbenzin     (unpolares Lösemittel) ist hier genau richtig dosiert. Das Testbenzin     fungiert als Bremse und schützt die Malschicht, während der Alkohol den     Nikotin- und Schmutzfilm sanft emulgiert, ohne die stabil vernetzte     Ölfarbe von 1977 anzugreifen.
Defekte in der Leinwand oder Schäden in der Ölfarbenstruktur lagen nicht vor, so dass ein abschließender erneuter Firnis Auftrag die Bildrestaurierung abschließen konnte.
Der Rahmen des Bildes wurde in seinem Aufbau belassen. Die etwas gelockerten Eckverbindungen habe ich mit PVAc-Leim, Einbringung von Bildklammern und eines Holzdübels stabilisiert. Danach konnte ich die Lücken der Gehrungsschnitte mit lufttrocknender Paste verschließen und farblich anpassen. Die Innere, mit Leinengewebe bespannte Komponente des Rahmens habe ich nicht verändert.
letzte Aktualisierung: 09.08.2026
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